Jedem kann mal was passieren ...

Jeder kann mal einen Fehler machen. Aus Unachtsamkeit oder Versehen. Ein kleiner Unfall mit dem Fahrrad, ein Kind wirft eine Ball auf die Straße, jemand fügt einem anderen unabsichtlich einen Schaden zu. Er wird dafür haftbar gemacht und muss unter Umständen für die Folgen (Lohnausfall, Sachschäden, Personenschäden) viel bezahlen.

Vor solchen Gefahren sind auch die Geflüchteten nicht gefeit. Abhilfe schafft eine Haftpflichtversicherung. Die Kosten sind mit 30-35 EUR/Jahr für eine Einzelperson und 60-65 EUR/Jahr für eine Familie überschaubar.

Integrationsbeirat gegründet

Um die Vernetzung aller Akteure im Bereich Integration zu fördern, hat der Gemeinderat im November letzten Jahres die Vorbereitung eines „Integrationsbeirates“ beschlossen. Die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund – nicht nur Asylbewerber - in die Gesellschaft ist eine Gemeinschaftsaufgaben und ein langfristiger Prozess. Diese herausfordernde Aufgabe bringt viele Gestaltungschancen und Entwicklungsmöglichkeiten mit sich. Ein Integrationsbeirat wird als Bindeglied zwischen den verschiedenen Nationalitäten und Kulturen sowie zwischen Kommunalpolitik und -verwaltung sowie Trägern und Akteuren der Integrationsarbeit fungieren. Der Integrationsbeirat nimmt das friedliche und vorurteilsfreie Zusammenleben von Einheimischen und Zugewanderten in den Blick. Durch einen regelmäßigen Dialog wird die Integrationsbereitschaft auf beiden Seiten gefordert und gefördert.
Nach dem die VertreterInnen der verschiedenen Bevölkerungsgruppen gewählt wurden, fand die konstituierende Sitzung des Integrationsbeirats am 15.05.2017 statt.

Integrationsbeirat nimmt Arbeit auf (Schwäbische Zeitung vom 16.05.2017

Die Stadtverwaltung, die Caritas Bodensee-Oberschwaben und der Helferkreis planen und fördern zwei wesentliche Projekte für die weitere Entwicklung in Aulendorf

Zum einen eine Lernwerkstatt für geflüchtete Menschen, zum anderen ein Familien- und Integrationszentrum für alle Aulendorfer.

Familien- und Integrationszentrum im ehemaligen Altersheim geplant (Schwäbische Zeitung vom 16.05.2017)

Projekt Lernwerkstatt Aulendorf (Infos in Kürze)

Der Integrationsbeirat hat den Projekten einstimmig zugestimmt, zusammen mit dem Helferkreis bitte beide Gremien den Gemeinderat um Zustimmung.

Erweitertes Führungszeugnis in der Flüchtlingshilfe

Entsprechend der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Vereinen, Jugendhilfeorganisationen benötigen Helferinnen und Helfer ebenfalls ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis. Die Stadt Aulendorf hat dazu ein Schreiben an die Freiwilligen versandt:

Anschreiben_Stadt Aulendorf

Da es keine vollständige Liste aller Helferinnen und Helfer gibt, kann es passieren, dass Sie nicht angeschrieben wurden.In diesem Fall bitten wir um Kontaktaufnahmen mit Sonja Hummel.

Flüchtlinge ziehen teilweise um

Etliche Flüchtlinge ziehen am 23.11.2016 innerhalb Aulendorfs um. Seit November letzten Jahres haben circa  90 syrische Flüchtlinge im ehemaligen Altenheim Zuflucht gefunden. Da dieses nun ab November als kommunale Anschlussunterbringung genutzt wird, werden nun ein Teil der Flüchtlinge in die Containeranlage im Lehmgrubenweg einquartiert. Diese wird dann als vorläufige Unterbringung vom Landkreis eingerichtet. Der Sozialbetreuer der Caritas Bodensee-Oberschwaben, Stefan Fischer und Fabian Doser, werden auch künftig Ansprechpartner der Flüchtlinge bleiben.

8.-Klässler lehren Mülltrennung

Die 8. Klasse der WRS der Schule am Schlosspark war am Donnerstagmorgen bei den syrischen Flüchtlingen im ehemaligen Altenheim in Aulendorf zu Gast. Ziel ihres Besuches war es, den Bewohnern das Ravensburger Mülltrennungssystem zu erläutern und dieses System auch im Flüchtlingsheim einzuführen.
Dazu hatten die Schülerinnen und Schüler unter der engagierten Anleitung ihrer Lehrerin Annette Kammel ein Farbsystem für eine klare Beschilderung überlegt. Im Unterricht hatten sie schöne Hinweisschilder für Glas, Dosen, Papier und Plastikverpackungen hergestellt und mitgebracht. Die Schilder sind mit Verpackungsbeispielen und Bildern beklebt, um auf einen Blick deutlich zu machen, wo welche Verpackung hingehört. Die Stadträtinnen Karin Halder und Christine Vogt hatten farblich passende Boxen besorgt, in denen der wiederverwertbare Abfall in Zukunft auf jedem Stockwerk gesammelt wird. Die Boxen wurden vom Bündnis für Umwelt und Soziales e.V. (BUS) gespendet.
Die Bewohner und die Schüler versammelten sich alle im Gemeinschaftsraum des zweiten Stockwerkes und erklärten anschaulich das System, indem sie mitgebrachten Verpackungsmüll in die einzelnen Sammelboxen sortierten. Samer, einer der syrischen Flüchtlinge, die schon gut Deutsch sprechen, übersetzte sicherheitshalber alles auch noch einmal auf Syrisch. Im Anschluss gab es noch ein gemeinsames Frühstück mit Tee und Zopfbrot, wobei noch bestehende Fragen zu Details des Müllsystems erklärt wurden und die Zopfverpackung gleich auf die richtige Box sortiert wurde. Bilal, ein Flüchtling, der im Haus bisher für die Müllentsorgung zuständig ist, wird in Zukunft auch die Leerung der Boxen in die passenden Container für Altglas, Dosen, Papier und Plastik übernehmen. Damit ist ein weiterer Schritt in Richtung Integration gemacht.

(Text: Pierre Groll)

 

Wir suchen ... für die Fahrradwerkstatt

Im ehemaligen Altersheim wurde eine Fahrradwerkstatt eingerichtet um zusammen mit den Bewohner Fahrräder zu reparieren.

Am vergangenen Montag (04.07.2016) war die Werkstatt das erste Mal geöffnet.
In den rund 60 Minuten sind 8 Personen gekommen und haben um Hilfe angefragt.

Die Werkstatt ist inzwischen teilweise eingerichtet, es werden jedoch noch immer verschiedene Einrichtungsgegenstände, Werkzeug und Ersatzteile benötigt.
 
Bitte nehmen Sie Kontakt mit Joachim Fessler (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) auf, oder geben Sie die Artikel im Spendenlager ab. Öffnungszeiten: Montags ab 15:30 Uhr für ca. zwei Stunden.

Servicestelle für anerkannte Flüchtlinge im Jobcenter

Das Jobcenter richtet  eine Servicestelle zur Leistungssachbearbeitung sowie zur Beratung und Vermittlung nach dem SGB II für den Personenkreis der anerkannten Flüchtlinge. Die Servicestelle wird in räumlicher Nähe zum Amt für Migration und Integration im Verwaltungsgebäude der Agentur für Arbeit Ravensburg untergebracht.

Die Servicestelle des Jobcenters wird für alle Flüchtlinge zuständig sein, die eine Aufenthaltserlaubnis bzw. Fiktionsbescheinigung nach dem Stichtag „ 01. Mai 2016“ von der zuständigen Ausländerbehörde erhalten. Damit soll eine effiziente und effektive Integration von Flüchtlingen nach Bleiberecht im Jobcenter realisiert werden.

Die anerkannten Flüchtlinge können künftig direkt nach der Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis bzw. nach dem Ausstellen einer Fiktionsbescheinigung durch die Ausländerbehörde des Landratsamtes oder der Städte Ravensburg und Weingarten einen Antrag auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II in der Servicestelle des Jobcenters stellen.

Die Kontaktdaten der Servicestelle sind:

Jobcenter Landkreis Ravensburg
Servicestelle für anerkannte Flüchtlinge
Anmeldung Raum 237
Schützenstr.69
88212 Ravensburg
Telefon: 0751/85-8311
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
Postanschrift: Postfach 1940, 88189 Ravensburg



Helferkreis setzt sich für die weitere Nutzung des ehemaligen Altersheims ein

Der Helferkreis Asyl Aulendorf setzt sich für die weitere Nutzung des ehemaligen Altersheims für die Unterbringung von Flüchtlingen ein. Durch einen Gemeinderatsbeschluss und entsprechende Vereinbarungen mit dem Landratsamt ist die Nutzung des Altersheims derzeit bis zum 30.06.2016 begrenzt.
Die Räume im ehemaligen Altersheim haben sich für die Betreuung der meist jungen syrischen Männer als optimal erwiesen. Das Gebäude ist groß genug um dem Einzelnen gelegentliche Rückzugmöglichkeiten zu geben, es sind ausreichend Gemeinschaftsräume vorhanden um auch Gemeinschaft leben zu können. Mit den Nachbarn hat sich größtenteils ein gutes Verhältnis entwickelt. Die Lage in der Mitte der Stadt fördert die Integration, wie sich durch viele Beispiele belegen lässt (kurze Wege zu Schulen zwecks Sprachförderung, kurze Wege für Helfer ohne Auto, kurze Wege zur Arztpraxen, Apotheken, Geschäften, Café Asyl usw.). Unabhängig von diesen sozialen Faktoren spricht auch die Lage auf dem Wohnungsmarkt für eine weitere Nutzung des Gebäudes. Rund 25 ehemalige Flüchtlinge aus dem Altersheim haben bereits ihre Anerkennung bekommen und benötigen bezahlbaren Wohnraum bzw. Wohnraum in der Anschlussunterbringung. Dieser ist in Aulendorf derzeit kaum zu finden. Auch wenn es diesbezüglich verschiedene Anstrengungen der Stadtverwaltung gibt, dürfte dies nicht ausreichend sein. Der Helferkreis schlägt deshalb vor, das ehemalige Altersheim in der Schussenrieder Straße 1 weiter
für die Unterbringung von Flüchtlingen zu nutzen. Die bisherigen Bewohner sollten dort wohnen bleiben können. Nach und nach könnte das Gebäude als Anschlussunterbringung genutzt werden. In den Zimmern könnten Einzelpersonen, Paare und auch Familien untergebracht werden, bis entsprechende Wohnmöglichkeiten in Aulendorf fertiggestellt sind. Auch aus finanziellen Gründen ist es aus Sicht des Helferkreises sinnvoll, das Altersheim für 3-4 Jahre weiter zu nutzen. Zum einen wurde Geld in die Hand genommen, um das in die Jahre gekommene Gebäude als Erstunterkunft nutzbar zu machen. Der Einbau der Küchen, die Verbesserung im Sanitärbereich, im Bereich der Elektrik und des Brandschutzes wären nur für 7 Monate Nutzung
gewesen. Ist das wirtschaftlich sinnvoll? Zum anderen würde der fehlende Wohnraum in der Anschlussunterbringung zu erheblichen Kosten für die Stadt führen, insbesondere wenn die Stadt für die Anschlussunterbringung Wohnungen auf dem freien Markt anmieten muss. Ein weiterer Aspekt ist die Erhaltung des sozialen Friedens. Das bisherige weitgehend harmonische Zusammenleben der Flüchtlinge ist auch dem Raumangebot im Altersheim zu verdanken. Müssten die
Flüchtlinge in die vom Landratsamt neu erbauten, bzw. im Bau befindlichen extrem spartanischen Container im Spitalweg bzw. Lehmgrubenweg umziehen, wäre genau dieser soziale Frieden in Gefahr.

Das ehemalige Altersheim kann für weitere 6 Monate als Anschlußunterbringung genutzt werden. Der Helferkreis erarbeitet derzeit ein Konzept zur Nutzung.

Schwäbische Zeitung vom 10.05.2016